
Warum wir vegane Make-up Pinsel nutzen
Synthetisch oder Echthaar: Hinter dem Unterschied steckt mehr als Tierschutz. Welches Material präziser arbeitet, hygienischer ist und im Alltag wirklich überzeugt erfährst du hier.
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Lesedauer ca. 5-7 Minuten
AHA (Alpha-Hydroxysäure) ist wasserlöslich und wirkt an der Hautoberfläche, BHA (Beta-Hydroxysäure) ist fettlöslich und dringt tief in die Poren ein. Deshalb eignet sich AHA besonders bei trockenem Teint und Pigmentflecken, während BHA bei Mitessern und unreiner Haut hilft. Die wichtigste Frage ist also nicht: Was ist besser? Sondern: Was braucht meine Haut?
von Julia Döll – zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2026
AHA steht für Alpha-Hydroxysäure. Dabei handelt es sich in der Regel um wasserlösliche Fruchtsäuren wie Glycolsäure oder Milchsäure, die auf der Hautoberfläche wirken und dort abgestorbene Hautzellen lösen.
Dadurch kann die Haut glatter, ebenmäßiger und frischer erscheinen. Gleichzeitig unterstützen AHAs die natürliche Hauterneuerung und können dabei helfen, einen fahlen Teint, Pigmentflecken oder feine Linien optisch zu verbessern.
Typische AHA-Säuren sind:
Besonders geeignet ist AHA für:
BHA steht für Beta-Hydroxysäure. In der Hautpflege ist damit fast immer Salicylsäure gemeint.
Im Gegensatz zu AHA ist BHA fettlöslich. Dadurch kann die Säure tiefer in die Poren eindringen und dort überschüssigen Talg sowie abgestorbene Hautzellen lösen.
Genau deshalb wird BHA häufig bei unreiner Haut eingesetzt. Die Säure kann dabei helfen, verstopfte Poren zu befreien und das Hautbild klarer wirken zu lassen.
Besonders geeignet ist BHA für:
Zusätzlich hat Salicylsäure entzündungshemmende Eigenschaften, weshalb sie häufig Bestandteil von Pflegeprodukten für unreine Haut oder auch Akne ist. Mehr dazu liest du auch in den jeweiligen Beiträgen dazu.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Löslichkeit, daraus ergeben sich unterschiedliche Wirkprofile und Einsatzbereiche.
Gemeinsamkeiten
Beide sind chemische Peelings und funktionieren auf dieselbe Weise: Sie lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen, statt sie wie mechanische Peelings durch Reibung zu entfernen. Sowohl AHA als auch BHA regen die natürliche Zellerneuerung an, verfeinern die Hautstruktur und sorgen für ein strahlenderes, ebenmäßigeres Hautbild.
Unterschiede auf einen Blick
AHA:
BHA:


Welche Säure die richtige ist, hängt vor allem vom Hauttyp und dem Hautproblem ab.
AHA ist die bessere Wahl bei:
BHA ist die bessere Wahl bei:
Bei empfindlicher Haut oder geschwächter Hautbarriere vertragen viele weder AHA noch BHA gut. PHA-Säuren (Polyhydroxysäuren) wirken ähnlich exfolierend, sind milder und können zusätzlich Feuchtigkeit binden.
Wer ein AHA-Serum sucht, das auch für trockene oder empfindliche Haut geeignet ist, findet in der Kombination aus AHA und PHA eine sanftere Alternative zu reinen AHA-Produkten. Unser Exfoliating Serum setzt auf einen niedrig dosierten AHA-Komplex (2%) aus Zitronensäure, Milchsäure und Weinsäure, kombiniert mit Gluconolacton (7%), einer PHA-Säure, die die Hautbarriere stärkt und Feuchtigkeit bindet statt sie zu entziehen.
In einer 12-wöchigen Verbraucherstudie bestätigten 89% der Testerinnen einen ebenmäßigeren Teint und 74% nahmen bereits nach vier Anwendungen eine glattere Hauttextur wahr.
Für fettige oder stark unreine Haut, die gezielt BHA-Wirkung braucht, ist das Serum nicht die erste Wahl. Wer aber mit Pigmentflecken, fahlem Teint oder erster Hautalterung zu kämpfen hat und gleichzeitig auf Verträglichkeit achtet, findet hier eine effektive Lösung.
Die Kombination aus AHA und BHA ist grundsätzlich möglich. So können sowohl die Hautoberfläche als auch die Poren gezielt gepflegt werden. Wer gezielt nach einem AHA-BHA-Serum sucht, findet damit meist eine Lösung für unreine oder fettige Haut, bei der die Verträglichkeit aber besondere Beachtung verdient.
Wichtig dabei ist ein langsamer Einstieg, denn es lohnt sich immer, erst einmal die Reaktion deiner Haut zu beobachten.
Wenn du dich gerade neu an Säuren herantastest:
Denn gerade empfindliche Haut reagiert auf zu viele neue Wirkstoffe gleichzeitig häufig mit Irritationen.
Chemische Peelings gehören immer in die Abend-Routine. Das Säure-Serum oder Peeling wird nach dem Toner aufgetragen, also nach der Reinigung und dem ersten feuchtigkeitsspendenden Schritt, und vor den pflegenden Abschlussprodukten wie Augenpflege und Nachtcreme.
Eine typische Abendroutine mit einem chemischen Peeling sieht so aus:


Gerade am Anfang gilt: ein- bis zweimal pro Woche starten, die Häufigkeit langsam steigern und die Reaktion der Haut beobachten. Mehrere intensive Wirkstoffe sollten nicht gleichzeitig neu eingeführt werden. Besonders bei der Kombination mit Retinol, Retinal oder hochdosiertem Vitamin C ist Vorsicht geboten, da zu viele aktive Wirkstoffe auf einmal Irritationen begünstigen können.
Nicht jede Kombination ist automatisch problematisch, entscheidend ist die Formulierung des jeweiligen Produkts. Wenn du verschiedene Produkte miteinander kombinierst, solltest du neue Wirkstoffe dennoch immer einzeln einführen und die Hautreaktion beobachten.
Nach Anwendung chemischer Peelings kann die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung werden.
Deshalb gilt, besonders nach Nutzung von Peelings, aber eigentlich als Grundsatzregel:
Und ganz wichtig: Der Sonnenschutz sollte jeden Morgen als letzter Schritt der Pflegeroutine aufgetragen werden, so dass er anschließend nicht wieder abgerieben wird. Wir empfehlen außerdem, nach unserer Day Cream 10 Minuten zu warten, bevor du mit dem Make-up beginnst, damit der SPF gut einziehen kann.
Ein konsequenter UV-Schutz hilft dabei, Pigmentflecken vorzubeugen und die Ergebnisse der Peeling-Anwendung langfristig zu erhalten.
Ein leichtes Kribbeln direkt nach dem Auftragen kann ganz normal sein.
Warnsignale sind hingegen:
In diesem Fall solltest du die Anwendung auf jeden Fall erst einmal reduzieren oder vorübergehend sogar ganz pausieren. Es kann sich aber lohnen, später erneut zu schauen, ob der Effekt noch so stark ist.
Bei Rosacea oder Neurodermitis ist besondere Vorsicht geboten.
Da die Hautbarriere häufig bereits geschwächt ist, können Säuren schneller Irritationen auslösen. Mildere Alternativen wie PHA-Säuren werden oft besser vertragen.
Im Zweifel empfehlen wir hier immer die Rücksprache mit deiner Dermatologin oder deinem Dermatologen.
AHA gilt in niedrigen Konzentrationen allgemein als gut untersucht, auch in der Schwangerschaft, und wird in der Regel als unproblematisch eingestuft.
Bei BHA, beziehungsweise Salicylsäure, solltest du aber insbesondere höhere Konzentrationen vorsichtshalber immer mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt abstimmen.
Welche Säure zu dir passt, hängt von deiner Haut ab. Wer mit trockenem Teint, Pigmentflecken oder ersten feinen Linien zu kämpfen hat, ist mit AHA meist gut beraten. Wer eher Mitesser, verstopfte Poren oder fettige Haut kennt, sollte BHA im Blick behalten. Und wer empfindlich auf Säuren reagiert, findet in PHA oft die verträglichere Alternative.
Wichtig ist vor allem, langsam zu starten und die Bedürfnisse der eigenen Haut in den Mittelpunkt zu stellen.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
AHA steht für Alpha-Hydroxysäure. Dazu gehören Fruchtsäuren wie Glykol- oder Milchsäure, die abgestorbene Hautzellen an der Hautoberfläche lösen.
BHA steht für Beta-Hydroxysäure. In der Hautpflege ist damit meist Salicylsäure gemeint, die fettlöslich ist und tief in die Poren eindringen kann.
Das hängt vom Hauttyp und dem gewünschten Ergebnis ab. AHA eignet sich häufig bei Trockenheit und Pigmentflecken, BHA eher bei Unreinheiten und Mitessern.
Zum Einstieg reichen ein bis zwei Anwendungen pro Woche. Anschließend kann die Häufigkeit je nach Verträglichkeit langsam gesteigert werden.
Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen und unterstützt die natürliche Hauterneuerung. Dadurch kann die Haut glatter und ebenmäßiger wirken.
Ja, grundsätzlich schon. Beide Säuren sollten jedoch langsam eingeführt und nicht gleichzeitig neu in die Routine aufgenommen werden.
PHA (Polyhydroxysäure) ist eine mildere Säuregruppe mit ähnlichem Exfoliations-Effekt wie AHA und BHA. Der wichtigste Unterschied: PHA-Moleküle sind größer und dringen weniger tief in die Haut ein, was sie deutlich hautverträglicher macht. Zusätzlich können PHA-Säuren Feuchtigkeit binden, was AHA und BHA kaum leisten. PHA ist deshalb besonders für empfindliche Haut, trockene Haut und geschwächte Hautbarrieren geeignet.
Grundsätzlich in jedem Erwachsenenalter. Ab Mitte 20 verlangsamt sich die natürliche Zellerneuerung, weshalb regelmäßige Exfoliation zunehmend sinnvoll wird. Ab 40 eignen sich besonders AHA-Peelings, weil sie die Zellerneuerung anregen und den Feuchtigkeitshaushalt verbessern.
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