
Retinol oder Retinal
Retinol kennst du sicher, aber hast du schon von Retinal gehört? Im Blog erfährst du, warum es sanfter wirkt und wir in unserer neuen Skincare-Linie darauf setzen.
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Peelings gehören zu den effektivsten Methoden, um das Hautbild zu verfeinern, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Haut auf die Aufnahme von Wirkstoffen vorzubereiten. Dabei unterscheiden sich chemische und mechanische Peelings grundlegend in ihrer Wirkweise, Verträglichkeit und den Hauttypen, für die sie geeignet sind. Welches Peeling besser zu deiner Haut passt und worauf du bei der Anwendung achten solltest, erklären wir dir in diesem Beitrag.
von Julia Döll – zuletzt aktualisiert am 24. April 2026
Die Haut erneuert sich kontinuierlich: Alle 28 bis 40 Tage wandern neue Zellen an die Oberfläche und lösen abgestorbene ab. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich dieser Prozess, abgestorbene Hautzellen lagern sich ab und das Hautbild wirkt matter und unebener. Die tägliche Reinigung entfernt Schmutz, Make-up und überschüssigen Talg, löst aber keine abgestorbenen Zellen von der Hautoberfläche.
Genau das leisten Peelings. Durch gezielte Exfoliation fördern sie die Zellerneuerung, verfeinern die Hauttextur und sorgen für ein frischeres, ebenmäßigeres Hautbild. Ein weiterer Effekt: Wirkstoffe aus Seren und Cremes können nach der Exfoliation tiefer in die Haut eindringen und damit effektiver wirken.
Regelmäßige Peelings glätten die Hauttextur, reduzieren Unreinheiten und verstopfte Poren, verbessern Pigmentflecken und erhöhen die Wirkstoffaufnahme nachfolgender Pflegeprodukte.
Wichtig: Ein Peeling ersetzt die Reinigung nicht, sondern ergänzt sie als separater Schritt in der Skincare Routine.
Ein chemisches Peeling nutzt Säuren oder Enzyme, um die Verbindung zwischen abgestorbenen Hautzellen chemisch zu lösen, ganz ohne Reibung oder mechanischen Abrieb. Die Wirkstoffe dringen in die obersten Hautschichten ein und ermöglichen so eine gleichmäßige, kontrollierte Exfoliation.
Welche Säure die richtige ist, hängt vor allem vom Hauttyp und dem gewünschten Effekt ab.
Vorteile:
Nachteile:
Ein mechanisches Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen durch den physischen Abrieb sichtbarer Schleifpartikel. Die Wirkung ist in der Regel sofort spür- und sichtbar.
Typische Inhaltsstoffe:
Die Intensität hängt direkt von der Körnung ab: Je feiner die Partikel, desto sanfter die Exfoliation. Mechanische Peelings eignen sich besonders für Hauttypen, die eine sofortige und spürbare Wirkung suchen.
Vorteile:
Nachteile:


Die Wahl zwischen chemischem und mechanischem Peeling hängt vor allem vom Hauttyp und der Hautempfindlichkeit ab. Ist deine Haut unempfindlich, spricht wenig gegen gelegentliche mechanische Peelings. Generell empfehlen wir aber chemische Peelings, weil sie unabhängig vom Hauttyp effizient wirken, ohne die Haut übermäßig zu belasten.
Wer zum ersten Mal mit Peelings startet, sollte mit niedrig konzentrierten AHA- oder PHA-Produkten beginnen, so wie unserem Exfoliating Serum. Wer bereits Erfahrung hat, kann auch höhere Konzentrationen oder Kombinations-Peelings nutzen, aber immer mit ausreichend Eingewöhnungszeit.
Die richtige Anwendung entscheidet darüber, ob ein Peeling der Haut nützt oder schadet. Diese Schritte gelten für beide Peeling-Arten:
Vor dem Peeling: Haut gründlich reinigen und vollständig trocknen, da Feuchtigkeit die Wirkstoffaufnahme bei chemischen Peelings unkontrolliert verstärken kann.
Beim Auftragen: Chemische Peelings gleichmäßig auftragen und die angegebene Einwirkzeit genau einhalten. Mechanische Peelings sanft und ohne Druck einmassieren, kreisende Bewegungen mit leichtem Druck reichen aus.
Nach dem Peeling: Mechanische Peelings gründlich abspülen und die Haut anschließend mit einer beruhigenden Feuchtigkeitspflege versorgen. Chemische Peelings wie unser Exfoliating Serum müssen nicht abgewaschen werden und lassen sich direkt in die bestehende Skincare-Routine integrieren. Sie werden am besten nach der Reinigung und dem Toner, aber vor der Feuchtigkeitspflege aufgetragen, nach dem Prinzip "dünn zu dick".
Sonnenschutz am nächsten Morgen: Nach jedem Peeling, besonders nach chemischen Peelings, ist Sonnenschutz mit mindestens SPF 30 notwendig. Die Haut ist nach der Exfoliation empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, was das Risiko für Pigmentflecken erhöht.
Häufigkeit:
Wer ein neues Peeling ausprobiert, sollte es zuerst an einer kleinen Stelle am Hals oder Handgelenk testen. Starkes Brennen, anhaltende Rötungen, Schwellungen oder Ausschlag sind klare Warnsignale, das Produkt nicht weiter zu verwenden.
Beachte außerdem, dass chemische Peelings sollten nicht gleichzeitig mit Retinol oder hochdosiertem Vitamin C angewendet werden sollten, da die Haut sonst überlastet wird. Anders sieht es bei niedrig dosierten oder sanft formulierten Retinoid-Komplexen aus, hier kommt es auf die individuelle Verträglichkeit und die Formulierung an. Im Zweifel gilt: lieber an Peeling-Tagen auf aktive Wirkstoffe verzichten und am Folgetag wieder einsteigen.
Beide Peeling-Methoden haben ihre Berechtigung, und welche die richtige für dich ist, hängt vor allem von deinem Hauttyp und deinem Ziel ab. Chemische Peelings lösen abgestorbene Hautzellen ohne mechanischen Abrieb, wirken gleichmäßiger und sind für die meisten Hauttypen die schonendere Wahl. Mechanische Peelings liefern einen sofortigen Glow und eignen sich gut als gelegentliche Ergänzung bei normaler, nicht entzündeter Haut. Für Einsteiger:innen empfehlen wir, mit einem milden chemischen Exfolianten zu starten, unser Exfoliating Serum ist dabei ein idealer erster Schritt. Bei stärkeren Peelings, Hyperpigmentierung oder Aknenarben empfiehlt sich eine Beratung durch eine Dermatolog:in.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Chemische Peelings lösen abgestorbene Hautzellen durch Säuren oder Enzyme auf, mechanische Peelings entfernen sie durch physischen Abrieb. Chemische Peelings wirken gleichmäßiger und sind für die meisten Hauttypen die schonendere Methode.
PHA-Peelings oder enzymatische Peelings sind die schonendste Wahl, weil ihre Wirkstoffe langsamer in die Haut eindringen und weniger Irritationen verursachen. Mechanische Peelings mit groben Partikeln sollten bei empfindlicher Haut gemieden werden.
Niedrig konzentrierte AHA/BHA-Produkte, wie unser Exfoliating Serum, können 1ein- bis dreimal pro Woche genutzt werden, wobei wir eine langsam gesteigerte Häufigkeit empfehlen. Stärker dosierte oder professionelle Peelings sollten nur alle zwei bis vier Wochen angewendet werden.
Ja, aber nicht am selben Tag. Die Kombination in derselben Routine kann zu Überexfoliation und Irritationen führen, deshalb besser auf verschiedene Wochentage aufteilen.
Bei richtiger Anwendung und feiner Körnung sind mechanische Peelings nicht schädlich. Zu starker Druck oder grobe Partikel können jedoch Mikroverletzungen verursachen und die Hautbarriere schwächen.
BHA-Peelings mit Salicylsäure sind die erste Wahl bei Akne und Unreinheiten. Sie reinigen die Poren von innen und reduzieren Entzündungen. Bei aktiver Akne ist es jedoch besser, auf mechanische Peelings zu verzichten.
Ja, nach jedem Peeling ist Sonnenschutz mit mindestens SPF 30 am nächsten Morgen notwendig. Die Haut ist nach der Exfoliation empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, was das Risiko für Pigmentflecken erhöht.
Grundsätzlich in jedem Erwachsenenalter. Ab Mitte 20 verlangsamt sich die natürliche Zellerneuerung, weshalb regelmäßige Exfoliation zunehmend sinnvoll wird. Ab 40 eignen sich besonders AHA-Peelings, weil sie die Zellerneuerung anregen und den Feuchtigkeitshaushalt verbessern.
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